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HAU DEN HEIDEGGER

Exponat für eine Philosophie-Ausstellung


Schlägt man einen Nagel mit dem Hammer in ein Brett, versenkt der Hammer den Nagel. So haben wir es gelernt, und wir machen uns keine großen Gedanken darüber. Ohne diesen Zusammenhang ist der Hammer jedoch nur ein Stück Holz und ein Stück Eisen. Der Hammer ist also für uns nur dann ein Hammer, wenn er dessen Form hat und als solcher verwendet wird. Die Umstände machen es zu dem, was es ist.
In seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ von 1927 zeigt Martin Heidegger (1889-1976), dass uns das Sein der Werkzeuge im hantierenden Umgang erschlossen ist. Doch erst dann, wenn sie nicht funktionieren, wenn sie nicht mehr „zuhanden“ seien, würde dieses Sein auch unserem Denken zugänglich.